Portrait Susanne Popp

Susanne Popp, Biografin, Zürich, Thalwil, Bad Kreuznach Susanne Popp ist Jahrgang 1967. Nach ihrer Ausbildung zur Buchhändlerin studierte sie Publizistik, BWL und Buchwesen (Buchgeschichte) an der Universität Mainz und arbeitete anschließend als Kundenberaterin und Texterin in der Werbung. Nachdem sie jahrelang diverse Marketingprojekte betreut hatte absolvierte sie eine Ausbildung zum Systemischen Coach und entdeckte beim Schreiben der Biografie ihrer Schwiegermutter ihre Begeisterung für (Lebens-) Geschichten. Jedem einzelnen Arbeitsschritt auf dem Weg zur Biografie gehört ihre ganze Leidenschaft:

  • Zuhören
  • Fragen stellen
  • Inhalte strukturieren
  • Schreiben
  • und das Ergebnis gestalten und in Buchform bringen.

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Die Biografin Susanne Popp freut sich auf Ihre Biografie!

Auch diese Links sagen einiges zum Hintergrund aus. Und weitere Infos über Susanne Popp im Netz findet man hier:

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Warum ausgerechnet Biografien? Welchen Sinn macht es, sich mit der eigenen Vergangenheit und Familiengeschichte zu beschäftigen? Für mich ist die Antwort klar: Erst durch das Bewusstsein, woher wir kommen, welche Beziehungen, Freuden oder Schmerzen uns prägen, können wir uns weiter entwickeln. Die Beschäftigung mit der Vergangenheit macht uns fit für die Zukunft. Sie ist nicht überflüssig, reaktionär oder nostalgisch. Sie ist vielmehr im höchsten Maße modern und lehrreich.

Die Erkenntnis ist nicht neu – und doch war sie neu für mich, als ich die Ausbildung zum Systemischen Coach machte, in deren Verlauf wir uns viel mit Familien und Familienstrukturen beschäftigten. Mehr und mehr gewann ich den Eindruck, dass der Zufall eine noch geringere Rolle in unserem Leben spielt, als ich vermutet hatte. Natürlich gibt es Schicksalsschläge, die uns mit Krankheit, finanziellen Problemen oder anderen Notsituationen konfrontieren. Es gibt auch Zufälle, die uns Reichtum, Liebe und Freundschaft bescheren. Kein Zufall ist jedoch, wie wir uns in den schicksalhaften Momenten unseres Lebens verhalten, wie wir unser Leben meistern, wie man so schön sagt. Nehmen wir positive Dinge für selbstverständlich? Halten wir uns damit auf, nach „Schuld“ zu suchen, bei uns oder bei anderen? Sehen wir die Krise als Herausforderung oder als Signal, aufzugeben? Machen wir bei Hindernissen, die sich uns in den Weg stellen eine Kehrtwende, oder gehen wir trotz Schwierigkeiten den eingeschlagenen Weg weiter? Sind wir spirituell, pragmatisch oder beides – je nach Lebenslage? Sind wir optimistisch, pessimistisch oder schlicht naiv? Das alles hat mit Bildung, Wissen, Erfahrungen, Einstellungen und antrainierten Verhaltensweisen zu tun, mit unserer Erziehung und unserem Elternhaus.

Geraten wir in eine Lebenskrise, machen wir es uns jedoch zu einfach, wenn wir sagen: „Ich bin so und so geworden, weil …“ oder Kausalitäten herstellen im Sinne von: „Du bist Schuld daran, dass … „. Zu verstehen, wieso wir so sind wie wir sind, bringt uns nur weiter, wenn wir bereit sind, diese Erkenntnis produktiv zu nutzen. Schlicht nach Ursache und Wirkung zu suchen, entpuppt sich im allgemeinen als Sackgasse. Nur wenn wir weiter denken, lernen wir etwas darüber, welche Erfahrungen den von uns Beschuldigten „so“ haben werden lassen (so gemein, so grausam, so gefühlskalt, so selbstsüchtig beispielsweise).  Wir lernen, wie die Erfahrungen der Menschen, die uns nahestehen, die wir uns als Partner aussuchen oder der Familie, in deren Umfeld wir aufgewachsen sind, indirekt auch uns beeinflussen – und was wir tun müssen, um diese Einflüsse positiv für uns zu nutzen.

Kurz gesagt: Wir sollten uns bemühen, aus den Erfahrungen anderer zu lernen! Und wir sollten unsere eigenen Erfahrungen mit anderen teilen. In unserer eigenen Vergangenheit liegt ein Erlebnis- und Erfahrungsschatz verborgen, den nur wenige Menschen im Laufe ihres Lebens vollständig heben. Eine Biografie oder Familiengeschichte kann ein Schlüssel dazu sein.

Die Motivation der Menschen, die ein solches Projekt in Angriff nehmen, ist sehr unterschiedlich. Es mag darum gehen, mit schrecklichen Erinnerungen fertig zu werden oder einfach den Enkeln von den guten alten Zeiten zu erzählen. So unterschiedlich die Beweggründe sind, die einem zum Verfassen einer Biografie oder Familiengeschichte veranlassen – das Ergebnis wird garantiert etwas (aus)lösen. Es wird die Zukunft beeinflussen und ist ein wichtiger Beitrag für alle in der Familie oder auch im weiteren Umfeld des Verfassers, die bereit sind, sich mit sich selbst auseinanderzusetzen.